Kündigung abgewiesen

Der Versuch, ein ehemaliges Betriebsratsmitglied von DPD in Duisburg zu kündigen, ist vorerst gescheitert. Schon vor der Betriebsratswahl 2013 war der Kollege nicht mehr mit den Machenschaften des heutigen BR-Vorsitzenden Sogukkan und seinen Gefolgsleuten einverstanden und stellte sich deshalb damals nicht mehr zur Wahl. Seitdem wurde er im Betrieb schikaniert und gemobbt. Vorläufiger Höhepunkt war der Versuch, ihn zu Kündigen, was nun vorerst gescheitert ist. Nach dem Güte- und dem 1. Kammertermin vor dem Arbeitsgericht Duisburg hat nun das Landesarbeitsgericht bestätigt, dass die Kündigung abgewiesen wird. Doch damit ist die Auseinandersetzung nicht zu Ende: Noch während des Verfahrens kam es zu einem weiteren Kündigungsversuch. Wir halten euch über die Entwicklung auf dem Laufenden.

Meine Stempelkarte schläft wieder bei mir!

Endlich ist dieser Zustand vorbei: Nachdem die Stempelkarten vieler Beschäftigter im Depot einbehalten wurden können wir jetzt wieder ein wenig ruhiger schlafen und arbeiten. Zwar muss die Karte jetzt oft wie ein Ausweis bei Betreten des Depots vorgezeigt werden, aber wenigstens haben wir wieder die Kontrolle darüber, was mit der Karte passiert. Teilweise haben ja sogar die Teamleiter das Ein- und Ausstempeln ausgeführt, was absolut nicht sein darf!

Als das mit den Karten anfing, haben wir auch einen Artikel darüber geschrieben. Den könnt Ihr hier auf Deutsch, Türkisch und Englisch finden.

Erst lesen, dann unterschreiben!

Das scheint sich ja jetzt doch mehr verbreitet zu haben. Wir freuen uns zu hören, dass in letzter Zeit viele Leute Dokumente, die sie für DPD unterschreiben sollten, zuerst zum Lesen mit nach Hause genommen haben. Das ist genau richtig! Niemand darf gezwungen werden, irgendetwas sofort zu unterschreiben. Und manche Dinge sind einfach zu wichtig und zu kompliziert, um sie sofort und mit alle Konsequenzen zu verstehen. Deshalb: Lieber länger warten und Dokumente prüfen, bevor unterschrieben wird!

Neues Flugblatt verteilt!

Am 17., 18. und 21. Dezember wurde dieser Text auf Deutsch, Türkisch und Englisch vor dem Depot verteilt. Für mehr Information lest auch den Artikel davor und die früheren Texte auf Deutsch, Türkisch und Englisch:

DPD Duisburg zahlt zu wenig – das ist illegal!

Aushilfen/Minijobber*innen bekommen kein Geld, wenn sie krank sind oder Urlaub nehmen.

Wir haben aber die gleichen Rechte wie Festangestellte! Weil es illegal ist, dass nicht bezahlt wird, ist es möglich, DPD zur Zahlung zu zwingen. Dann werden unsere Verträge aber nicht verlängert.

Dies ist ein Kampf für unsere Rechte! Das Ziel ist, dass DPD sich an bestehende Gesetze hält.

Alle, die auf eine Verlängerung des Vertrags verzichten können, sollten ihr Geld einfordern! Wie das geht? Unterstützung und Rat gibt die unabhängige Betriebsgruppe „Paketdrohnen“.

Dpd Duisburg Aushilfe hakları ile ilgili illegal tutumundan vazgeçmiyor.

DPD Duisburg’da 450 € kadar çalışan (Aushilfe) arkadaşlar,izinli (Urlaub) yada hasta iken (Krank)
Paralarını alamıyorlar. Oysaki kanunen bizde Tamgün çalışan arkadaşlarla aynı haklara sahibiz.
Bu konu ile ilgili haklarını arayıp, DPD Duisburg’tan izin ve hastalık parası alan arkadaşlarımız var ama bu arkadaşlardan süreli iş sözleşmeleri olanların, sözleşmeleri uzatılmıyor.
DPD Duisburg’un iş kanunlarını ayaklaraltına alması ve hiçe sayması kabullenir bir durum deyildir.
Bu haklarınızı elde etmek için başvurularınızı zaman geçirmeden firmaya yapın, Paketdrohnen sayfası ile bağlantıya geçebilir gerekli yardımları ve bilgileri alabilirsiniz.

DPD Duisburg doesn’t pay enough – that’s illegal!

Temporary workers/“minijobber“ don’t get money if they are sick or go on holiday. Though we have the same rights as the permanent/full time employees! As it’s illegal that they don’t pay, it’s possible to force them to pay. In this case they don’t renew our contracts.

This is a fight for our rights! The first aim is to get DPD to stick to the law. All those who can abstain from the renewal of their contract should demand for their money! How to do that? Support and advice will be given by the independent workers group „Paketdrohnen“.

Was tun, wenn DPD zu wenig Geld bezahlt?

Wir haben schon einmal über die Situation der Aushilfen bei DPD geschrieben:

Hier nochmal die Links zu den Texten auf Deutsch, Türkisch und Englisch

 

Jetzt geht es darum, wie Ihr DPD zwingen könnt, das Geld zu bezahlen, was Euch zusteht:

Wenn Ihr feststellt, dass ihr wie oben beschrieben mehr Geld bekommen müsstet, solltet Ihr zuerst überlegen, was mehr Wert ist. Einerseits könnt Ihr mehr Geld bekommen. Andererseits wird Euer Vertrag dann sicherlich nicht verlängert. Ein guter Zeitpunkt, das Geld einzufordern, ist deshalb direkt nach einer Vertragsverlängerung oder wenn Ihr wisst, dass Ihr sowieso bald aufhören wollt, bei DPD zu arbeiten.

Schreibt auf, wann Ihr krank wart und wann Ihr in Urlaub wart. Dahinter schreibt auf, wie viel Geld Ihr theoretisch in dieser Zeit verdient hättet, wenn ihr in Eurem gewohnten Rhythmus gearbeitet hättet. Wie viel Ihr genau bekommt, muss dann jemand in der Verwaltung ausrechnen. Es wird vielleicht etwas weniger sein als Ihr berechnet. Schreibt auf, dass Ihr das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt haben wollt. Das sollte frühestens nach 10 Tagen sein oder bis zur nächsten Abrechnung. Schickt das als Einschreiben mit Rückschein an DPD Duisburg, damit ihr beweisen könnt, dass Euer Brief angekommen ist.

Bei Fragen könnt Ihr uns immer kontaktieren, wir helfen Euch gern dabei!

Kontaktiert uns hier!

 

DPD muss Mitarbeiter behalten

In der Auseinandersetzung zwischen DPD und einem seiner Teamleiter hat der Mitarbeiter vor Gericht gewonnen: Die Kündigung seitens DPD, gegen die er sich mit seiner Klage gewehrt hatte, hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf als nicht gerechtfertig eingestuft. Das Gericht folgt damit der Einschätzung des Arbeitsgerichts Duisburg, gegen das DPD in Berufung gegangen war. Eine Revision hat das Landesarbeitsgericht nicht zugelassen.

Artikel von Yeni Hayat über DPD und IHG:

Duisburg: Neues vom Widerstand gegen käufliche Betriebsräte. Bei DPD und IHG gerät das Co-Management in die Krise

Schon mehrfach hat „Yeni Hayat“ über die Auseinandersetzungen bei DPD und IHG in Duisburg berichtet. In beiden Fällen wehren sich Kollegen gegen Betriebsräte, die in erster Linie ihren Unternehmern helfen, ihren Profit zu steigern, indem Arbeitsbedingungen verschlechtert oder Arbeiterrechte mit Füßen getreten werden. Und in beiden Fällen helfen die Unternehmer diesen Betriebsräten, indem sie die innerbetrieblichen Kritiker mit Abmahnungen und Kündigungen überziehen.
Kritiker werden gekündigt. Weiterlesen